Vom KI‑Hype zur echten Hilfe: Was Schweizer KMU wirklich wissen müssen

30.01.2026
3 Min.

Künstliche Intelligenz ist im Schweizer Alltag längst angekommen – und trotzdem herrscht in vielen KMU noch eine Mischung aus Faszination, Unsicherheit und dem Gefühl, "irgendetwas müssten wir jetzt wohl tun". Genau hier setzte unser jüngstes Digital-Event an: Ein Blick hinter die Schlagzeilen, hinein in die Praxis, die Risiken, die Chancen und die ganz konkreten Schritte, die Unternehmen heute gehen können.

 

KI ist wie ein E‑Bike: Sie nimmt nicht die Arbeit ab, sondern macht sie leichter (Symbolbild von Miguel Saenz de Santa María via Unsplash)

 

Und ja: Es ging im Digital Event um KI im ERP. Aber auch um viel mehr.

Nicht die KI ist das Risiko — sondern das Zögern

Ein Satz aus dem Webinar blieb besonders hängen: "Die Gefahr ist nicht die KI. Die Gefahr ist, nichts damit zu tun."

Während über 90 % der Unternehmen bereits erste KI-Tools nutzen, haben weniger als 10 % die Technologie wirklich integriert. Die Gründe liegen selten in der Technik, sondern fast immer im Management: fehlende Orientierung, unklare Prozesse, zu wenig Mut für Pilotprojekte.

Die Botschaft der Expertinnen und Experten war eindeutig: KI ist kein IT‑Projekt. KI ist ein Führungs- und Organisationsprojekt.

Vom E‑Bike bis zum Rebound-Effekt: KI verständlich gemacht

Besonders einprägsam war die Analogie, die im Webinar mehrfach auftauchte:

KI ist wie ein E‑Bike.

Es nimmt uns nicht das Treten ab, aber es bringt uns schneller voran – wenn wir wissen, wohin wir fahren wollen.

Gleichzeitig wurde klar: Effizienzgewinne führen nicht automatisch zu weniger Arbeit. Der sogenannte Rebound-Effekt sorgt oft dafür, dass freie Kapazitäten sofort wieder gefüllt werden. KI verlangt also nicht nur neue Tools, sondern auch neue Arbeitsweisen.

Verantwortungsvolle KI: Mehr als ein Compliance-Thema

Die gesellschaftliche Perspektive kam ebenfalls nicht zu kurz. Bias, Deepfakes, Ressourcenverbrauch, Marktmacht – KI ist ein soziotechnisches System, das technische, rechtliche und organisatorische Leitplanken braucht.

Besonders eindrücklich war der Hinweis, dass 60 % der Mitarbeitenden KI-Tools nutzen, ohne dass ihre Unternehmen es wissen. Schatten-KI ist leider real, aber durchaus vermeidbar.

Die Lösung:

  • Klare Richtlinien
  • Ein Code of Conduct
  • Schulungen, die über Tool-Klicks hinausgehen
  • Transparenz und Verantwortlichkeiten

Und dann wurde es praktisch: KI im ERP

Spätestens beim Blick in Microsoft Dynamics 365 wurde es für viele KMU konkret.

Copilot‑Chats, KI‑Analysen, Sales Agents, proaktive Empfehlungen – moderne ERP-Systeme entwickeln sich vom Datenspeicher zum intelligenten Assistenten.

Die Kernbotschaft: KMU müssen nicht warten. Sie können heute starten – klein, messbar, iterativ.

Quick Wins gibt es genug:

  • Einfache Abfragen per Copilot
  • Automatisierte Analysen
  • agentische Workflows, die Routinearbeit abnehmen
  • Pilotprojekte mit klaren KPIs

Voraussetzung bleibt allerdings: Saubere Daten und klare Prozesse.

Warum sich das Replay lohnt

Der Digital Event war dicht, praxisnah und erstaunlich ehrlich.

Es zeigte, wie breit das Thema KI ist – von Ethik bis ERP, von Leadership bis Prompting. Und es machte deutlich, dass Schweizer KMU weder überfordert noch machtlos sind. Sie müssen nur anfangen.

Wenn Sie wissen möchten:

  • Welche Quick Wins andere KMU bereits nutzen
  • Wie Sie Schatten-KI vermeiden
  • Wie Copilot im ERP wirklich funktioniert
  • Welche Rolle Führung und Kultur spielen
  • Wie Sie Pilotprojekte so aufsetzen, dass sie nicht im Sand verlaufen

…dann lohnt sich das Replay des Digital Events ganz besonders.

Wir versprechen: Sie bekommen keine KI‑Predigt, sondern konkrete Orientierung für Ihr KMU.

 

 

Und hier finden Sie die Präsentationen der Referierenden

Präsentation von Michi Bechen

Präsentation von Raphael Zeder

Präsentation von Stephanie Gygax

Präsentation von Chris Beyeler

Präsentation von Carlos Bouzo