Künstliche Intelligenz ist im Schweizer Alltag längst angekommen – und trotzdem herrscht in vielen KMU noch eine Mischung aus Faszination, Unsicherheit und dem Gefühl, "irgendetwas müssten wir jetzt wohl tun". Genau hier setzte unser jüngstes Digital-Event an: Ein Blick hinter die Schlagzeilen, hinein in die Praxis, die Risiken, die Chancen und die ganz konkreten Schritte, die Unternehmen heute gehen können.
KI ist wie ein E‑Bike: Sie nimmt nicht die Arbeit ab, sondern macht sie leichter (Symbolbild von Miguel Saenz de Santa María via Unsplash)
Und ja: Es ging im Digital Event um KI im ERP. Aber auch um viel mehr.
Nicht die KI ist das Risiko — sondern das Zögern
Ein Satz aus dem Webinar blieb besonders hängen: "Die Gefahr ist nicht die KI. Die Gefahr ist, nichts damit zu tun."
Während über 90 % der Unternehmen bereits erste KI-Tools nutzen, haben weniger als 10 % die Technologie wirklich integriert. Die Gründe liegen selten in der Technik, sondern fast immer im Management: fehlende Orientierung, unklare Prozesse, zu wenig Mut für Pilotprojekte.
Die Botschaft der Expertinnen und Experten war eindeutig: KI ist kein IT‑Projekt. KI ist ein Führungs- und Organisationsprojekt.
Vom E‑Bike bis zum Rebound-Effekt: KI verständlich gemacht
Besonders einprägsam war die Analogie, die im Webinar mehrfach auftauchte:
KI ist wie ein E‑Bike.
Es nimmt uns nicht das Treten ab, aber es bringt uns schneller voran – wenn wir wissen, wohin wir fahren wollen.
Gleichzeitig wurde klar: Effizienzgewinne führen nicht automatisch zu weniger Arbeit. Der sogenannte Rebound-Effekt sorgt oft dafür, dass freie Kapazitäten sofort wieder gefüllt werden. KI verlangt also nicht nur neue Tools, sondern auch neue Arbeitsweisen.
Verantwortungsvolle KI: Mehr als ein Compliance-Thema
Die gesellschaftliche Perspektive kam ebenfalls nicht zu kurz. Bias, Deepfakes, Ressourcenverbrauch, Marktmacht – KI ist ein soziotechnisches System, das technische, rechtliche und organisatorische Leitplanken braucht.
Besonders eindrücklich war der Hinweis, dass 60 % der Mitarbeitenden KI-Tools nutzen, ohne dass ihre Unternehmen es wissen. Schatten-KI ist leider real, aber durchaus vermeidbar.
Die Lösung:
- Klare Richtlinien
- Ein Code of Conduct
- Schulungen, die über Tool-Klicks hinausgehen
- Transparenz und Verantwortlichkeiten
Und dann wurde es praktisch: KI im ERP
Spätestens beim Blick in Microsoft Dynamics 365 wurde es für viele KMU konkret.
Copilot‑Chats, KI‑Analysen, Sales Agents, proaktive Empfehlungen – moderne ERP-Systeme entwickeln sich vom Datenspeicher zum intelligenten Assistenten.
Die Kernbotschaft: KMU müssen nicht warten. Sie können heute starten – klein, messbar, iterativ.
Quick Wins gibt es genug:
- Einfache Abfragen per Copilot
- Automatisierte Analysen
- agentische Workflows, die Routinearbeit abnehmen
- Pilotprojekte mit klaren KPIs
Voraussetzung bleibt allerdings: Saubere Daten und klare Prozesse.
Warum sich das Replay lohnt
Der Digital Event war dicht, praxisnah und erstaunlich ehrlich.
Es zeigte, wie breit das Thema KI ist – von Ethik bis ERP, von Leadership bis Prompting. Und es machte deutlich, dass Schweizer KMU weder überfordert noch machtlos sind. Sie müssen nur anfangen.
Wenn Sie wissen möchten:
- Welche Quick Wins andere KMU bereits nutzen
- Wie Sie Schatten-KI vermeiden
- Wie Copilot im ERP wirklich funktioniert
- Welche Rolle Führung und Kultur spielen
- Wie Sie Pilotprojekte so aufsetzen, dass sie nicht im Sand verlaufen
…dann lohnt sich das Replay des Digital Events ganz besonders.
Wir versprechen: Sie bekommen keine KI‑Predigt, sondern konkrete Orientierung für Ihr KMU.
Und hier finden Sie die Präsentationen der Referierenden
Präsentation von Raphael Zeder
Präsentation von Stephanie Gygax
