Künstliche Intelligenz übernimmt im Einkauf zunehmend eine aktive Rolle. Laut dem neuen Mastercard‑Report A Short History of the Future of Shopping and Payments könnten bis 2030 weltweit über 300 Millionen Online‑Shopper regelmässig KI‑Agenten mit Einkauf und Bezahlung beauftragen. Damit würde sich das Einkaufsverhalten grundlegend verändern: Routinekäufe werden automatisiert, während Shopping stärker zum bewussten Erlebnis wird.

Symbolbild von Michal Jarmoluk via Pixabay
Junge Menschen delegieren Kaufentscheidungen bereits heute
Für die Studie wurden 26'000 Eltern und Jugendliche in 13 Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Generationenverschiebung:
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27 % der Jugendlichen würden einen vollständig KI‑gesteuerten Einkaufsassistenten nutzen (Eltern: 16 %).
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18 % der Jugendlichen verwenden wöchentlich KI, um Preise oder Rabatte zu finden (Eltern: 10 %).
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31 % der Jugendlichen vertrauen Produktempfehlungen einer KI stärker als jenen von Freunden.
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23 % hören eher auf KI als auf ihre Eltern.
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67 % der Eltern erwarten, dass KI‑gestütztes Einkaufen die Generation ihrer Kinder prägen wird – für die eigene Generation glauben dies nur 5 %.
Die Ergebnisse zeigen: KI ist für Jugendliche längst Teil des Einkaufsalltags, während ältere Generationen vorerst noch vorsichtiger bleiben.
Routinekäufe werden automatisiert
Zukunftsforscher erwarten, dass zuerst alltägliche und wiederkehrende Einkäufe an KI‑Agenten delegiert werden – etwa Lebensmittel, Medikamente oder Abonnements. Shopping selbst bleibt bestehen, aber als bewusste Aktivität für Inspiration und Entdeckung.
Wenn KI‑Agenten künftig als „digitale Kundschaft“ auftreten, müssen Händler Produktinformationen so bereitstellen, dass sie maschinell interpretierbar sind. Dazu gehören:
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Strukturierte Daten
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Klare Nachhaltigkeitsnachweise
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Überprüfbare Bewertungen
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Transparente Rückgaberichtlinien
Vertrauen wird dabei zum zentralen Faktor: Konsumentinnen und Konsumenten müssen sicher sein, dass KI‑Agenten transparent, sicher und in ihrem Interesse handeln.
Erste autonome Zahlungstransaktion bereits erfolgt
Der Blick in die Zukunft ist nicht rein theoretisch. Mastercard hat gemeinsam mit Partnern bereits die erste autonome KI-gestützte Zahlungstransaktion Europas durchgeführt. Sie zeigt, wie KI-Agenten Einkäufe und Bezahlvorgänge unterstützen können, ohne Sicherheit, Transparenz oder die Kontrolle durch die Konsumentinnen und Konsumenten zu gefährden.
Methodik
Mastercard hat gemeinsam mit seinem Forschungspartner Opinium diese Studie durchgeführt, um die Einstellung zur Nutzung von KI-Assistenten im Einkauf und Zahlungsverkehr bei Eltern und ihren jugendlichen Kindern zu untersuchen. Die Befragung hat im Juni und Juli 2026 stattgefunden. Insgesamt wurden 13'000 Eltern-Kind-Paare im Alter von 13 bis 18 Jahren befragt, was einer Gesamtstichprobe von 26'000 Personen entspricht. Die Erhebung umfasst 13 Märkte: Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien und das Vereinigte Königreich.