Was 2009 als pragmatische Eigenentwicklung zweier Jungunternehmer begann, ist heute eine Schweizer Plattform mit über 10'000 Anwenderinnen und Anwendern. Exxas, ursprünglich als internes Werkzeug entstanden, wächst weiter – und baut dafür sein Partnernetzwerk aus. Bis Ende 2027 sollen schweizweit zehn zusätzliche Partner hinzukommen.

Stefan Dettwiler auf einem Partnerevent (Bild zVg von Exxas)
Vom Eigenbau zur Plattform
Als Stefan Dettwiler und Pascal Jenni Exxas gründeten, suchten sie keine Marktlücke. Sie brauchten schlicht ein System, das ihren eigenen Betrieb zusammenhielt. Die verfügbaren CRM- und ERP-Lösungen waren entweder zu komplex, zu teuer oder bestanden aus isolierten Einzellösungen. "Am Schluss hatten wir für fast jeden Prozess ein anderes Programm. Es lief irgendwie. Schön war es nicht", erinnert sich Dettwiler.
Die beiden entschieden sich, eine eigene Plattform zu entwickeln – von Kundenmanagement über Projektabwicklung und Zeiterfassung bis hin zu Buchhaltung und Lohnwesen. Heute arbeiten über 10'000 Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz mit Exxas.
Ein Markt im Wandel
Der Schweizer CRM- und ERP-Markt hat sich stark verändert. Zahlreiche Anbieter wurden von internationalen Konzernen oder Private-Equity-Gesellschaften übernommen. Für KMU bedeutet das oft längere Entscheidungswege, wechselnde Ansprechpartner und Support, der nicht mehr zwingend in der Schweiz sitzt.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Lösungen sollen Abläufe vereinfachen, mitwachsen und von jemandem betreut werden, der den Betrieb kennt. "Wenn am Freitagnachmittag die Lohnbuchhaltung klemmt, will niemand ein Ticket eröffnen. Dann will man jemanden anrufen, der die Firma kennt", sagt Dettwiler.
Exxas positioniert sich in diesem Umfeld als unabhängige Schweizer Plattform, die laufend weiterentwickelt wird und in unterschiedlichsten Branchen im Einsatz steht.
Die Marke von über 10'000 Nutzerinnen und Nutzern sieht Dettwiler weniger als Meilenstein denn als Bestätigung: "Ein KMU-Geschäftsführer muss nicht fünf Hierarchiestufen überzeugen. Er entscheidet, probiert aus, passt an. Diese Dynamik gefällt uns. Deshalb bauen wir Exxas für Betriebe, in denen der Chef noch selbst am Tisch sitzt, wenn entschieden wird."
Partner als Schlüssel zum nächsten Wachstumsschritt
Bisher wuchs Exxas vor allem über den Direktvertrieb. Mit der steigenden Nachfrage stösst dieses Modell jedoch an Grenzen. Seit 2025 baut das Unternehmen deshalb ein Partnernetzwerk auf, dem heute bereits zwölf Partner angehören – darunter Intus Data in Volketswil und Carrouge (VD).
Gerade in der Romandie sei Nähe entscheidend, sagt Timothée Hostettler, Leiter Westschweiz bei Intus: "Wer hier verkaufen will, muss vor Ort sein, sonst ruft niemand zurück. Wir betreuen die Kunden von Carrouge aus, und die meisten kennen uns, bevor sie zum ersten Mal etwas kaufen."
Exxas versteht das Partnernetzwerk nicht als reinen Vertriebskanal. Gesucht sind Unternehmen, die ihre Region kennen und langfristige Kundenbeziehungen pflegen. "Eine Plattform verkauft sich nicht von selbst. Am Schluss sitzt jemand mit dem Kunden am Tisch und richtet das Ding auf seinen Betrieb ein", so Dettwiler.
Neue Chancen für IT-Dienstleister, Treuhänder und Agenturen
Viele Dienstleister begleiten KMU bereits heute bei Digitalisierung, IT-Infrastruktur oder administrativen Prozessen. ERP und CRM können für sie eine logische Erweiterung sein – mit wiederkehrenden Aboerträgen und zusätzlichen Leistungen in Beratung, Einführung, Schulung, Anpassung und Support.
"Eine Software allein löst kein Problem. Die Arbeit steckt in der Einführung, in der Schulung, in den Anpassungen. Da liegt für unsere Partner auch das Geschäft – und dafür müssen sie den Betrieb kennen", sagt Dettwiler.
Während grosse Anbieter mit Zertifizierungsstufen und Channel-Programmen arbeiten, setzt Exxas auf direkte Wege. Anliegen landen beim Entwicklungsteam, Ideen aus dem Markt müssen nicht durch mehrere Instanzen.
Auf die Grösse eines Partners schaut Dettwiler kaum: "Wer bloss eine weitere Software ins Portfolio nehmen will, wird damit nicht glücklich. Und wir auch nicht. Uns interessieren Leute, die ihre Region kennen und bereit sind, sich in ein System einzuarbeiten, statt es nur weiterzureichen."
Das nächste Kapitel
Mit über 10'000 Nutzerinnen und Nutzern sieht sich Exxas gut aufgestellt, um das Partnernetz weiter auszubauen. Die Grundidee von 2009 bleibt dabei bestehen: eine Lösung, die aus der Praxis kommt und für die Praxis weiterentwickelt wird.
Bis Ende 2027 sollen schweizweit zehn weitere Partner hinzukommen – Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Region kennen und Verantwortung für ihre Kunden übernehmen. Was einst als Eigenentwicklung zweier Zwanzigjähriger begann, soll nun in weitere Regionen getragen werden.
Exxas AG | 8952 Schlieren | www.exxas.net
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