Smartphones und No-Code-Apps statt ineffiziente Papierprozesse

11.08.2026
3 Min.

Papier ist geduldig – aber oft Ursache für ineffiziente Prozesse. Erfahren Sie, wie massgeschneiderte No-Code-Apps eine schmerzlose Digitalisierung ermöglichen.

 

Symbolbild von Gerd Altmann via Pixabay

 

Papierprozesse haben durchaus Vorteile, insbesondere bezüglich ihrer Flexibilität. So lassen sich Spezialfälle einfach durch eine zusätzliche Handnotiz dokumentieren. Genau darin liegen aber häufig Mehraufwände und Fehler begraben: Kaum lesbare Handschrift, falsche Datenerfassung im Backoffice oder Missverständnisse resultieren in substanziellen Folgekosten.
 
Erfolgreiche Digitalisierung heisst deshalb zunächst immer Standardisierung: Relevante Prozessvarianten identifizieren und deren Erfassung sauber strukturiert abbilden. Freie Kommentare sollen dabei nicht komplett verunmöglicht, sondern gezielt für seltene Spezialfälle genutzt werden. 
 

No-Code-Apps für Smartphone-basierte Prozesse sind seit Jahren etabliert

Checkboxen oder Dropdowns in Formularen sind bekannte Hilfsmittel zur strukturierten Datenerfassung und damit für Datenqualität. Smartphone-basierte Prozesse ermöglichen zudem Barcode-Scanning, das Hochladen von Fotos oder das Unterschreiben. 
 
Dank No-Code können solche Smartphone-Apps durch intuitives Drag&Drop erstellt werden. Mit etwas Übung sogar durch IT-affine Mitarbeiter aus Fachabteilungen. Die resultierenden Daten können dann für Auswertungen oder die Weitergabe ans ERP oder andere Systeme genutzt werden.
 
Die Katadyn Group beispielsweise nutzt No-Code-Apps zur Dokumentation und zum Qualitätsmonitoring von Funktionstests in der Produktion sowie zur anschliessenden Erstellung eines zugehörigen Prüfzertifikats pro Gerät.
 

QR-Codes und No-Code-Webapps ermöglichen digitales After-Sales Servicegeschäft

In den letzten Jahren hat die Nutzung von QR-Codes und Smartphones auch im industriellen After-Sales-Bereich zugenommen. Treiber sind neben Prozessoptimierungen meist ­Umsatzsteigerungen durch Upselling von passendem Zubehör, Ersatzteilen oder Services.
 
Kunden können direkt mit der Kamera ihres Smartphones einen QR-Code auf Produkten/Assets scannen und landen im ­Browser auf der zugehörigen No-Code-WebApp. Dies garantiert effektive Wartungs- und Reparaturprozesse und verstärkt die Kunden­bindung langfristig.
 
Für Kunden von ROS Schweiz bringen No-Code-WebApps Transparenz und Geschwindigkeit im Lagerregalunterhalt: Schäden melden, Ersatzteile bestellen oder monatliche Eigenkontrollen – einfach QR-Code am Lagerregal scannen.
 

Minimale Investitions- und Betriebskosten mit No-Code – dank Hilfe von Chatbots

Nach grossem Hype ist es in den letzten Jahren ruhiger geworden um No-Code. Gerade zur Ablösung von Papierprozessen oder auch manueller Excel Erfassung bleibt dies aber weiterhin eine ideale Basis.
 
No-Code-Plattformen bieten heute zudem integrierte Chatbots, was die Einstiegshürden weiter senkt. IT-affine Mitarbeiter aus Fachabteilungen können so mit wenig Einarbeitung No-Code-Apps selbst anpassen oder sogar erstellen.
 
Im Vergleich zu starrer Individualsoftware werden mit No-Code Investitions- und Betriebskosten sowie Risiken massiv reduziert. Papierprozesse mit No-Code-Apps schnell und schmerzlos wegdigitalisieren!
  

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Der iterative Ansatz mit No-Code verzichtet auf langwierige abstrakte Spezifikation. App-Ideen werden schnell umgesetzt und damit greifbar.
 
 
 

Der Autor

 
Christoph Röthlisberger begleitet Industriebetriebe seit über 13 Jahren bei der erfolgreichen Umsetzung digitalisierter Industrie 4.0 Prozesse und Services. Er ist Dozent für Supply Chain Digitalisierung an der ABB Technikerschule. www.iiotpro.ch
 

 

 

Der Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 26-2

 

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