
Bild zVg von DeepCloud
Wenn Kundenprüfung zum komplexen Prozess wird
Seit dem 1. Oktober 2026 stehen diese Aufgaben noch stärker im Fokus. Verstärkte Schweizer Geldwäschereivorschriften rücken Kundenprüfung, wirtschaftlich berechtigte Personen, Risikobeurteilung und eine konsistente Dokumentation stärker in den Vordergrund. Welche konkreten Pflichten gelten, hängt von der jeweiligen Tätigkeit und Situation ab.
Die Herausforderung liegt jedoch nicht allein in den einzelnen Prüfungen. Aufwendig wird KYC vor allem dann, wenn Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, Arbeitsschritte in unterschiedlichen Systemen durchgeführt und Entscheidungen separat dokumentiert werden müssen. Auch periodische Reviews können notwendig werden. Dann sollte weiterhin nachvollziehbar sein, welche Informationen geprüft, welche Auffälligkeiten festgestellt und wie diese beurteilt wurden.
Vom einzelnen Check zum digitalen KYC-Prozess
Statt einzelne Prüfungen voneinander getrennt durchzuführen, sollen Unternehmensinformationen, Identifikationen, Screenings, Risikobeurteilungen, Entscheidungen und Nachweise in einem geführten Prozess zusammengeführt werden.
Dabei beginnt KYC dort, wo Unternehmen bereits arbeiten. DeepKYC soll sich mit Abacus und anderer Business Software verbinden und sich so in bestehende Prozesse einfügen. Ein Prozess kann beispielsweise in Abacus starten, bei Bedarf an DeepKYC übergeben und anschliessend mit den relevanten Resultaten und Dokumenten wieder in Abacus abgelegt werden.
Damit wird die Kundenprüfung nicht zu einem zusätzlichen Prozess neben dem Tagesgeschäft, sondern kann mit bestehenden Geschäftsabläufen verbunden werden.
Vier Schritte für eine nachvollziehbare Kundenprüfung
- Zunächst werden Nachweise der Organisation geprüft. Registerauszüge und weitere geeignete Nachweise lassen sich an einem Ort erfassen und der jeweiligen Organisation zuordnen.
- Danach werden wirtschaftlich berechtigte Personen, sogenannte UBOs, erfasst. Dies kann digital mit DeepID, über einen Dokumentenupload oder manuell erfolgen.
- Im nächsten Schritt folgt das Screening relevanter Personen. DeepKYC unterstützt die Prüfung gegen Sanktionslisten, politisch exponierte Personen (PEP) und weitere relevante Watchlists. Als Quellen werden unter anderem OFAC SDN, EU Council, UN Consolidated, UK HMT und SECO berücksichtigt. Mögliche Treffer können direkt innerhalb des Prozesses geprüft und die jeweilige Entscheidung samt Begründung dokumentiert werden.
- Zum Abschluss werden Status, Entscheidungen und Nachweise in einem nachvollziehbaren Bericht zusammengeführt. Der Bericht wird auf die relevanten SRO-Anforderungen abgestimmt und kann mit DeepSign digital versiegelt werden.
So entsteht aus einzelnen Prüfungen eine zusammenhängende und nachvollziehbare KYC-Dokumentation.
Services und Informationen miteinander verbinden
- DeepID unterstützt bei der digitalen Identifikation von Personen.
- DeepSign bindet elektronische Signaturen in den Prüfprozess ein.
- DeepInfos führt relevante Unternehmensinformationen zusammen, die bei einer fundierten Prüfung unterstützen können.
Weniger Brüche, mehr Nachvollziehbarkeit
Gleichzeitig soll die Einbindung in Abacus Prozesse den Wechsel zwischen Geschäftssoftware und Compliance-Prozess reduzieren. Auch spätere periodische Reviews können auf der bestehenden Prüfung aufbauen.
DeepKYC richtet sich an Unternehmen, bei denen eine strukturierte Kundenprüfung relevant ist. Dazu gehören unter anderem Treuhandunternehmen, Kanzleien und Notariate, Buchhaltung, Corporate Services, Immobilienunternehmen und Beratungsunternehmen.
DeepKYC wird in den kommenden Wochen lanciert. Unternehmen, die ihre Kundenprüfung digitaler und durchgängiger gestalten möchten, können bereits jetzt einen Beta-Zugang auf deepkyc.swiss anfragen oder sich direkt an sales@deepcloud.swiss wenden.
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