Digital Commerce gehört weder in die IT noch ins Marketing

22.09.2026
3 Min.
Digital Commerce ist weit mehr als ein Onlineshop und sprengt damit die klassischen Abteilungsgrenzen. Wer heute erfolgreich verkaufen will, muss Kundenerlebnisse, Prozesse und Technologien ganzheitlich denken.
 
Symbolbild Kampus Production via Pexels
 
 
Kennst du das? Wenn ich mit einer branchenfremden Person über E-Commerce spreche, denkt diese meist an einen Onlineshop. Tatsächlich umfasst E-Commerce den digitalen Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über verschiedenste Kanäle hinweg und damit weit mehr als nur einen Onlineshop.
 
Für erfolgreiche Unternehmen ist E-Commerce heute ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Im Zentrum stehen nicht nur Produkte und Transaktionen, sondern die Gestaltung digitaler Kundenerlebnisse und die Digitalisierung der dahinterliegenden Geschäftsprozesse. Aus dieser Entwicklung heraus hat sich der Begriff Digital Commerce etabliert.
 

Digital Commerce sprengt alte Grenzen

Genau hier beginnt die Herausforderung. Digital Commerce betrifft längst nicht mehr nur einen einzelnen Kanal, eine Abteilung oder eine Technologie. Es verbindet Kundeninteraktionen, Vertrieb, Marketing, Produktdaten, Preisgestaltung, Logistik, Kundenservice und IT zu einem gemeinsamen digitalen Wertschöpfungsprozess. 
 
Damit stösst auch die klassische Organisation an ihre Grenzen. Die IT verantwortet die technischen Plattformen. Das Marketing gestaltet die Kundenerlebnisse. Der Vertrieb kennt die Bedürfnisse der Kunden. Operations sorgt für effiziente Prozesse. Jede dieser Perspektiven ist wichtig, doch keine reicht alleine aus.
 
Digital Commerce ist deshalb weder ein IT- noch ein Marketingprojekt. Es ist ein Unternehmensprojekt. Die erfolgreichsten Initiativen werden auf strategischer Ebene geführt und verbinden Menschen, Prozesse, Daten und Technologie zu einem gemeinsamen Ganzen.
 
Wer Digital Commerce als IT-Projekt betrachtet, erhält meist eine neue Plattform. Wer es als Unternehmensprojekt versteht, schafft nachhaltige Wettbewerbsvorteile.
 
 

Der Autor

 
Reto Gurtner ist Gründer und Geschäftsführer der bambit ag. Er unterstützt Unternehmen bei der ganzheitlichen Digitalisierung von Handels- und Vertriebsprozessen – von der Strategie bis zur Entwicklung und dem Betrieb digitaler Plattformlösungen.

 

 

 

Der Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 26-2

 

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