Viele Firmen investieren Zeit und Budget in Stelleninserate, erhalten aber oft nicht die passenden Bewerbungen. Das Problem liegt dabei selten in der Anzahl der Bewerbungen, sondern in der fehlenden Übereinstimmung zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den Skills der Bewerbenden. Ein weiterer Faktor ist der Bewerbungsprozess selbst: Er entscheidet massgeblich darüber, ob passende Fachkräfte überhaupt den Kontakt zu einem Unternehmen suchen.

Mit Skills Matching wird der Bewerbungsprozess zum 1 Klick Erlebnis (Bild Work-ID AG)
Kandidatinnen und Kandidaten brechen komplizierte Bewerbungsprozesse ab
Zahlreiche Bewerbungsprozesse sind historisch gewachsen und basieren auf starren Abläufen. Diese sind in der Regel komplex und zeitaufwendig – für Unternehmen ebenso wie für Bewerbende.
58 % der Jobsuchenden gaben bei einer Umfrage von Softgarden an, schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen zu haben, weil ihnen die Bewerbung zu umständlich war. Mühsame Formulare oder fehlende Möglichkeiten für mobile Bewerbungen führen dazu, dass passende Menschen innerhalb weniger Sekunden das Interesse verlieren.
Passende Menschen finden, nicht passende CVs
Betrachtet man aktuelle Prozesse, könnte man meinen, das Ziel sei, den perfekten CV oder das schnörkelloseste Bewerbungsschreiben zu finden.
Das eigentliche Ziel eines Bewerbungsprozesses ist es jedoch, herauszufinden, ob Menschen und Unternehmen zueinanderpassen. Mit Bewerbungsprozessen, bei denen Lebensläufe und Bewerbungsschreiben als Hauptkriterium eingefordert werden, ist das unmöglich. Insbesondere, da – KI sei Dank – Bewerbungsunterlagen kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Damit Menschen und Unternehmen passend zusammenfinden, brauchen wir andere Matching-Kriterien und bessere Werkzeuge.
Mit Skills wird das Matching objektiver und präziser
Die Konzentration auf das Wesentliche vereinfacht den Einstieg in den Dialog radikal:
- Welche Skills braucht ein Unternehmen?
- Was können Bewerbende?
- Was ist beiden Parteien wichtig?
Stimmen diese Parameter überein, kommt es zu einem Match. Und zwar nur dann, wenn diverse Skills wirklich passen.
Um herauszufinden, ob die Skills matchen, bedarf es keines CVs mit einer grossen Anzahl an irrelevanten Daten (beispielsweise Alter, Name oder Geschlecht). Zu wissen, welche Skills ein Unternehmen benötigt und welche Skills eine Person mitbringt, reicht völlig aus.
Wenn die Matches präziser werden, können ausserdem wieder 1-Klick-Bewerbungen eingeführt werden. Denn die Gefahr, dass sich wie bis anhin massenhaft Menschen bewerben, die nicht passen, ist mit Skills-Matching gebannt. So dürften sich auch die eingangs genannten Bewerbungsabbrüche deutlich reduzieren.
Der Autor
Cornel Müller ist Gründer der Work-ID AG
Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Work-ID AG. Die Work-ID ist der digitale Skills-Ausweis für Arbeitnehmende. Mit dem Skills-Manager erhalten Unternehmen ein Werkzeug, das ihnen zeigt, wer zu ihnen passt. www.work-id.ch
Der Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 26-2
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