Active Sourcing mit Skills: Passende Menschen schneller finden

28.10.2026
3 Min.

Drei Viertel der Berufstätigen sind nicht auf Jobsuche, aber viele wären offen, beim passenden Angebot den Job zu wechseln. Wie Active Sourcing in deiner Firma weniger Zeit kostet und besser passende Bewerbende bringt, zeigt dieser Beitrag.

 

Bild zVg von Work-ID

 

Active Sourcing: Der Hebel ist gross, der Aufwand noch grösser

Die meisten Berufstätigen warten nicht auf ein Inserat. Rund 75% sind nicht aktiv auf Stellensuche. Viele Firmen haben darauf reagiert: Knapp zwei Drittel setzen Active Sourcing zumindest teilweise ein.

Im Alltag zeigt sich dann ein bekanntes Muster. Recruiterinnen durchsuchen Netzwerke und Datenbanken, öffnen Profil um Profil, lesen Lebensläufe und schätzen ab, ob jemand passen könnte. Pro Kontakt kommen so schnell mehrere Minuten zusammen. Am Ende geht eine Nachricht an eine Person, von der nicht ganz klar ist, ob sie die nötigen Skills oder das Interesse mitbringt.

3 Punkte, bei denen beim Active Sourcing häufig Zeit verloren geht

  • Jobtitel als Filter: Jobtitel unterscheiden sich von Firma zu Firma und sagen wenig darüber aus, was jemand im Alltag tatsächlich macht.
  • Vorauswahl: Jedes Profil muss einzeln gelesen und eingeordnet werden. Wenn eine Software unterstützt, dann selektiert diese ebenfalls häufig nach Jobtitel und ungenauen Keywords und findet nicht unbedingt die passenden Personen.
  • Unpassende Anfragen: Wer ohne Bezug angeschrieben wird, reagiert nicht oder verbindet deine Firma mit Massennachrichten.

Dabei lohnt sich Active Sourcing, wenn es präzise angegangen wird. Laut LinkedIn bewirbt sich rund jede vierte direkt angesprochene Person später auf eine Stelle. Die Erfolgsquote hängt also an der Auswahl und nicht am Nachrichtenvolumen.

Was Skills-basiertes Active Sourcing verändert

Statt nach Rollen suchst du nach den Fähigkeiten, die die Stelle tatsächlich verlangt: Fach-Skills und Soft-Skills. So findest du auch Menschen mit einem untypischen Werdegang oder aus einer anderen Branche, die genau die richtige Kombination mitbringen.

Für dein Recruiting bedeutet das:

  • Weniger Zeitaufwand pro Besetzung, weil die Longlist wegfällt
  • Besser passende Kontakte und damit höhere Chance auf Antworten
  • Eine grössere Auswahl, weil auch Quereinsteigende und untypische Laufbahnen beachtet werden
  • Weniger Raum für unbewusste Vorurteile

Worauf du bei Recruiting-Software achten solltest

Wenn du Lösungen für Active Sourcing vergleichst, helfen diese Fragen bei der Einordnung:

  • Kann ich nach Skills statt nach Titeln suchen?
  • Entstehen Vorschläge automatisch, sobald ich eine Stelle erfasse?
  • Brauche ich Schnittstellen oder muss ich Daten laufend pflegen?
  • Wie geht die Lösung mit Personendaten um?
  • Kann ich den Pool auch intern für die Weiterentwicklung von Mitarbeitenden nutzen?

So sieht der Ablauf im Skills-Manager aus

Ein spezialisiertes System wie der Skills-Manager der Work-ID AG setzt genau hier an. Er gleicht die Skills deiner Stelle mit den Skills der Work-IDs ab. Die Work-ID ist der digitale Skills-Ausweis für Arbeitnehmende in der Schweiz. Du siehst dabei nur anonymisierte Work-IDs, also ausschliesslich Skills, ohne Name, Alter oder Abschluss.

4 Schritte bis zum ersten Gespräch

  1. Stelle erfassen: Du definierst die gesuchten Fach-Skills und Soft-Skills im Anforderungsprofil.
  2. Vorschläge prüfen: Im Bereich «Markt» siehst du alle Work-IDs, deren Skills zur Stelle passen.
  3. Ansprechen: Mit einem Klick auf «Ansprechen» schreibst du eine persönliche Nachricht.
  4. Austauschen: Stimmt die Person zu, könnt ihr Kontaktdaten austauschen und ihr klärt alles Weitere im Chat.

Was das für die Menschen auf der anderen Seite heisst

Auch Berufstätige ohne Jobwechsel-Absicht können so gefunden werden, aber nur dann, wenn ihre Skills zu einer Stelle passen. Sie entscheiden selbst, ob sie reagieren. Lehnen sie ab, bleiben sie anonym.

Für dich ist das ein Vorteil: Wer antwortet, tut es bewusst. Die Gespräche starten mit gegenseitigem Interesse.

Weniger suchen, präziser matchen

Active Sourcing wird effizient, wenn die Auswahl stimmt. Skills liefern dafür die beste Grundlage. Sie verkürzen die Suche, öffnen den Blick für Menschen, die sonst durchs Raster fallen, und statt zu Streuverlust kommt es zu gezielten Gesprächen.

 

Der Autor

Cornel Müller ist Gründer und Lead-Investor der Work-ID AG. LinkedIn

 

 

Work-ID AG | 8800 Thalwil | www.work-id.ch

Weitere Informationen und Beiträge bei Work-ID in der topsoft Marktübersicht

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