Der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz stellt Schweizer KMU vor neue Herausforderungen. Während der Markt von Angeboten und Versprechen überflutet wird, bleibt unklar, welche Technologien im Alltag tatsächlich Mehrwert schaffen. Orientierung bietet ein Ansatz, der auf einem stabilen digitalen Fundament und einer klaren Integrationsstrategie basiert.

Christian Reiter, CTO Opacc: «KI muss dort wirken, wo die Daten sind – und nicht in isolierten Insellösungen.» (Bild zVg)
Die Realität vieler KMU: Gewachsene Systeme, steigende Anforderungen
Gerade in der Schweiz sind IT‑Landschaften häufig historisch gewachsen. Unterschiedliche Systeme, manuelle Prozesse und Insellösungen erschweren es, neue Technologien einzuführen oder Daten konsistent zu nutzen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Kunden wollen schneller bedient werden, Lieferketten müssen flexibler reagieren, und Entscheidungen sollen zunehmend datenbasiert erfolgen. KI kann hier einen wichtigen Beitrag leisten – vorausgesetzt, sie wird nicht als isoliertes Werkzeug, sondern als Teil einer integrierten Gesamtarchitektur verstanden.
Datenqualität als strategische Voraussetzung
KI‑gestützte Prozesse funktionieren nur so gut wie die Daten, auf denen sie basieren. Für KMU bedeutet dies, dass eine zentrale, konsistente Datenbasis zur Grundvoraussetzung wird. Plattformen, die Informationen aus ERP, CRM oder E‑Commerce‑Systemen zusammenführen, schaffen eine «Single Source of Truth», die für Prognosen, Mustererkennung oder Automatisierungen unverzichtbar ist.
Ein Beispiel für eine solche Architektur ist die OXAS‑Plattform von Opacc. Sie fungiert als zentrales Nervensystem, das Daten und Prozesse aus allen integrierten Anwendungen bündelt. Ergänzend ermöglichen die Cloud Integration Services (CIS) der Opacc Smart Cloud den kontrollierten Zugriff auf externe Dienste – ein wichtiger Faktor, um spezialisierte KI‑Modelle sicher einzubinden.
Eine pragmatische KI‑Strategie für den Alltag
Damit KI nicht zum Selbstzweck wird, braucht es eine klare strategische Ausrichtung. Opacc verfolgt dabei einen pragmatischen Ansatz, der auf zwei Grundprinzipien beruht und speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten ist.
End‑to‑End‑Integration: KI dort, wo sie gebraucht wird
KI‑Funktionen entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn sie direkt in den gewohnten Arbeitsabläufen verfügbar sind. Der neu entwickelte AI‑Hub von Opacc setzt genau hier an: Er dient als zentrale, anwenderfreundliche Schnittstelle, über die alle KI‑Funktionen zugänglich sind – ohne Medienbrüche, ohne zusätzliche Tools. Mitarbeitende können damit KI‑gestützte Analysen, Textgenerierung oder Automatisierungen nutzen, ohne ihre Arbeitsumgebung verlassen zu müssen.
CTO Christian Reiter beschreibt diesen Ansatz so: «KI muss dort wirken, wo die Daten sind – und nicht in isolierten Insellösungen.»
Freedom of Choice: Technologische Unabhängigkeit als Prinzip
Ein weiterer zentraler Baustein ist die technologische Offenheit. Statt sich auf einen einzelnen grossen Anbieter festzulegen, verfolgt Opacc das Prinzip «Freedom of Choice». Dieses Modell erlaubt es, neue oder bessere KI‑Dienste flexibel einzubinden, ohne die Gesamtarchitektur zu verändern. Für KMU bedeutet dies: keine Abhängigkeit, keine Sackgassen, keine langfristigen Lock‑in‑Risiken.
Reiter bringt es prägnant auf den Punkt: «Gibt es etwas Neues, integrieren wir es. Gibt es etwas Besseres, wechseln wir es aus.»
Konkrete Anwendungsfälle: Wo KI im KMU-Alltag wirkt
In der Praxis zeigt sich, dass KMU besonders von KI‑Funktionen profitieren, die repetitive Aufgaben automatisieren oder Entscheidungsprozesse unterstützen. Dazu gehören etwa:
- Intelligente Textvorschläge im Kundendienst
- Automatisierte Dokumentenanalysen
- Prognosen für Lagerbestände
- Priorisierung von Verkaufschancen
- Unterstützung bei Offerten oder Bestellungen
Solche Funktionen entfalten ihren Nutzen vor allem dann, wenn sie direkt in den bestehenden Arbeitsabläufen verfügbar sind. Der AI‑Hub von Opacc stellt genau diese Werkzeuge bereit und bindet sie nahtlos in die vorhandenen Datenmodelle ein.
Datensouveränität und Sicherheit als Grundpfeiler
Ein zentraler Punkt betrifft die Frage, wie KI‑Modelle mit sensiblen Unternehmensdaten umgehen. Viele KMU sind zu Recht zurückhaltend, wenn externe Dienste unkontrollierten Zugriff auf interne Systeme erhalten. Moderne Sicherheitsarchitekturen setzen daher auf klar definierte Integrationspunkte, rollenbasierte Zugriffsmodelle und die konsequente Trennung zwischen operativen Daten und KI‑Verarbeitungsprozessen.
Opacc verfolgt diesen Ansatz mit einer eigenen KI‑Integrationsplattform, die sicherstellt, dass externe Modelle nur auf anonymisierte und gezielt bereitgestellte Daten zugreifen können. Damit behalten Unternehmen jederzeit die Kontrolle über ihre Informationen – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von KI im Schweizer Markt.
Investitionsschutz durch kontinuierliche Aktualität
Viele Unternehmen kennen die Herausforderungen grosser ERP‑Updates: Hohe Kosten, lange Projektphasen und erhebliche Risiken. Opacc begegnet diesem Problem mit einer Update‑Garantie, die sicherstellt, dass Kunden stets auf der aktuellen Version arbeiten – ohne aufwendige Migrationsprojekte.
Diese kontinuierliche Aktualität ist nicht nur ein Komfortmerkmal, sondern ein strategischer Vorteil: Neue Funktionen, darunter auch KI‑Integrationen, stehen sofort zur Verfügung.
Roland Kunz, CEO der
kiener + wittlin ag, fasst seine Erfahrung so zusammen: «2004 mit Version 6 gestartet – heute auf Version 24. Statt Probleme gab es stets neue Chancen und Handlungsfelder.»
KI wird zum selbstverständlichen Bestandteil der Unternehmenssoftware
In den kommenden Jahren wird KI zunehmend zu einem festen Bestandteil betrieblicher Anwendungen werden. Entscheidend wird sein, wie gut Unternehmen ihre Datenbasis pflegen, wie flexibel ihre Systeme auf neue Technologien reagieren können und wie sicher die Integrationsprozesse gestaltet sind. Anbieter, die auf offene Architekturen, klare Sicherheitsprinzipien und kontinuierliche Aktualität setzen, schaffen damit die Grundlage für nachhaltige Innovation.
Fazit
Für Schweizer KMU ist KI dann wertvoll, wenn sie auf einer konsistenten Datenbasis aufsetzt, sicher betrieben wird und nahtlos in bestehende Prozesse integriert ist. Anbieter wie Opacc zeigen, wie sich diese Anforderungen in einer Plattformstrategie umsetzen lassen, die sowohl technologische Offenheit als auch Investitionsschutz bietet. Damit verschiebt sich die Frage für KMU: Nicht mehr ob KI eingesetzt wird, sondern wie sie sinnvoll, sicher und nachhaltig integriert werden kann.
Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Opacc Software AG. Als Enterprise Software Entwicklerin vereint Opacc alle Kompetenzen vom Softwareengineering bis hin zur Kundenbetreuung. www.opacc.ch
Der Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 26-1
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