IFS erweitert seine KI‑Plattform Loops um ein neues Agent Studio und mehrere spezialisierte digitale Mitarbeitende für den technischen Aussendienst. Unternehmen sollen damit KI‑Agenten ohne Programmierkenntnisse konfigurieren, steuern und produktiv einsetzen können.

Symbolbild topsoft/Ideogram
Agent Studio: KI‑Agenten ohne IT‑Hürden erstellen und betreiben
Mit dem neuen Agent Studio richtet sich IFS explizit an Fachanwender. Digitale Mitarbeitende lassen sich dort konfigurieren, testen und überwachen – inklusive aller Sicherheits‑, Berechtigungs‑ und Governance‑Mechanismen, die standardmässig integriert sind.
Unternehmen können damit den operativen Nutzen der Agenten in den Vordergrund stellen, statt sich mit Implementierungsdetails aufzuhalten. Workflows, Kontextinformationen und Aktionen werden direkt im Studio definiert und vor dem produktiven Einsatz getestet. Leistungsmetriken, Ausnahmen und Audit‑Trails sind jederzeit einsehbar.
Vorgefertigte Agenten für den technischen Aussendienst
Neben bestehenden Agenten für die Lieferkette erweitert IFS Loops das Portfolio um drei neue digitale Mitarbeitende für Serviceorganisationen:
- Service Planning Assistant Bewertet laufend Servicebedarf, Verfügbarkeiten und Rahmenbedingungen. Ziel ist eine proaktive Einsatzplanung statt reaktiver Disposition.
- Dispatcher Assistant Überwacht Warteschlangen, erkennt Konflikte und schlägt optimale Dispositionsentscheidungen vor. Menschliche Eingriffe erfolgen nur bei Bedarf.
- Knowledge Manager Liefert Technikern kontextbezogene Informationen in Echtzeit – von Anlagendaten über Servicehistorien bis zu Dokumentationen. Recherchen in Handbüchern entfallen weitgehend.
Erste Ergebnisse aus der Praxis
Mehrere Unternehmen aus kapitalintensiven Branchen berichten laut IFS über deutliche Effizienzgewinne:
- 60 % höhere operative Effizienz und 20 eingesparte Arbeitsstunden pro Woche
- 3 Mio. USD jährlicher ROI und 90’000 wiedergewonnene Arbeitsstunden
Beispiele aus der Praxis:
- Kitron automatisiert Bestandsauffüllung und Lieferantenabstimmungen. «Weil strukturierte operative Daten bereits vorhanden sind, können wir KI genau dort einsetzen, wo sie am meisten bewirkt», sagt Jonatan Gustafsson.
- Ependion ersetzt 150 manuelle Auftragsbestätigungen pro Woche durch den Agenten «Supplier Order Manager». Ergebnis: 60 % Effizienzsteigerung und 20 Stunden Zeitgewinn pro Woche.
- Kodiak Gas Services nutzt den «Material Replenisher», um Ersatzteile dialogbasiert zu finden und zu bestellen – mit einem ROI von 3 Mio. USD jährlich.
«Agenten bauen ist einfach – sie zu betreiben ist die eigentliche Aufgabe»
Somya Kapoor, CEO von IFS Loops, betont die Bedeutung des Lebenszyklusmanagements: «Digitale Mitarbeitende entwickeln sich wie jede Arbeitsorganisation weiter. Unternehmen starten mit einem Agenten, testen ihn, passen Regeln an und überwachen die Leistung. Dieser kontinuierliche Zyklus macht Agenten verlässlicher und führt zu messbarem ROI innerhalb weniger Wochen.»
Auch Analysten sehen den Fokus auf Governance und Nachvollziehbarkeit als entscheidend. Keith Kirkpatrick von der Futurum Group: «Agentische KI‑Plattformen werden nicht nach Modellkomplexität bewertet, sondern danach, ob sie sicher in volumenstarken Unternehmensprozessen betrieben werden können.»
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