Bei SSM laufen Vertriebs-, Fertigungs- und Serviceprozesse über Werke und Ländergrenzen hinweg digital zusammen. Mit der Migration auf die neue Generation seines ERP-Systems stärkt das Unternehmen die Transparenz und Effizienz über alle Standorte hinweg.

Bild zVg von SSM/PSI
Wo Garn präzise aufgespult oder weiterverarbeitet wird, ist die Schärer Schweiter Mettler AG (SSM) ein fester Begriff. Mit Hauptsitz in Wädenswil entwickelt und produziert SSM Textilmaschinen an Standorten in der Schweiz, Italien und China. Damit Qualität, Liefertreue und Datenkonsistenz weltweit stimmen, müssen Vertrieb, Produktion, Logistik und Ersatzteile eng verzahnt funktionieren – trotz Zeitzonen, Variantenvielfalt und unterschiedlicher Produktionsbedingungen.
Die Grundlage dafür ist eine integrierte Systemlandschaft auf Basis von PSIpenta/ERP und MES (PSI Software SE), die alle Abläufe vom Auftragseingang bis zur Auslieferung und ins Ersatzteilgeschäft verbindet. „Unsere Produktion hängt direkt vom System ab“, sagt Vadim Maier, ERP-Verantwortlicher bei SSM. „Alle Materialflüsse, Planungsdaten und Lagerbestände greifen ineinander.“
Migration als Hebel für Standard, Stabilität und Skalierung
Mit dem Wechsel auf die neueste Version vollzog SSM den Sprung auf eine belastbare Plattform für die Zukunft: Planbare Weiterentwicklung statt grosser Versionsprojekte, effizientere Oberflächen für den Arbeitsalltag – und eine saubere Basis, um Prozesse standortübergreifend konsistent zu steuern. Gerade in multinationalen Strukturen entscheidet nicht allein die Funktionstiefe und -breite über den Nutzen, sondern auch die Fähigkeit, Informationen schnell verfügbar zu machen, Änderungen zentral auszurollen und Risiken durch Medienbrüche und individuelle Anpassungen zu reduzieren.
Der Umstieg erfolgte unter anspruchsvollen Bedingungen. Zum Projektstart galt Kurzarbeit, Ressourcen waren knapp und der Zeitplan liess wenig Spielraum. Umso wichtiger waren strukturierte Tests und die aktive Einbindung der Key User. „Eine saubere Testphase ist das A und O“, betont Maier. Für SSM zahlte sich diese Vorbereitung in einer reibungslosen Umstellung aus – mit stabilen Standardprozessen ab dem ersten Tag.
Weniger Anpassungen, mehr Steuerbarkeit
SSM nutzte die Migration, um individuelle Anpassungen zu konsolidieren – im Standard oder als schlanke, zentral wartbare Logik. 93 VBA-Programmierungen wurden abgelöst. Statt standortspezifischer Lösungen reicht heute in vielen Fällen ein einziges Skript für alle Werke. Das senkt Pflegeaufwand, beschleunigt Änderungen und macht Updates planbarer. Zudem wurden zwölf zuvor separat gepflegte Programme fest in die Systemlogik integriert. „Durch die konsequente Ausrichtung am Standard können wir Aktualisierungen einfacher umsetzen und Einstellungen zentral steuern“, so der Projektverantwortliche.
Mehrwerkebetrieb mit Tempo
Die grössten Effekte zeigen sich im Alltag der Standorte. Einheitliche Stammdaten, Stücklisten und Auftragsinformationen stehen überall identisch zur Verfügung, Bestände und Disposition sind synchronisiert, Abstimmungen laufen schneller. Auch Direktlieferungen zwischen Werken – etwa von China an Endkunden mit Verrechnung über die Schweiz – werden zuverlässig abgebildet. „Wenn zentrale Parameter automatisch auf alle Werke ausgerollt werden, spart das Zeit und reduziert Fehlerquellen“, sagt Vadim Maier.
Zukunftssicher aufgestellt
Einheitliche Daten, weniger Sonderlösungen und zentral ausrollbare Einstellungen verbessern die Steuerbarkeit im Tagesgeschäft spürbar – und schaffen eine Systembasis, die künftige Anforderungen zuverlässig trägt.
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