Der ICT-Betrieb der Zukunft ist hybrid

In der zunehmend digitalisierten Welt dreht sich heute alles um Tempo, Reaktionszeit, Innovation, Individualität und Agilität. Die Dynamik der Märkte stellt hohe Anforderungen an die Unternehmen, sich im harten Wettbewerb zu differenzieren.
 
 
In dieser immer weiter «verdigitalisierten» Welt übernimmt die ICT eine entscheidende Rolle. Die Anforderungen an das Betriebsmodell der ICT sind hoch: es muss in höchstem Masse das Business skalierbar und flexibel unterstützen. Denken wir da zum Beispiel an neue Projekte wie Internet of Things, Business Analytics oder künstliche Intelligenz, welche zentrale Rollen bei der digitalen Transformation und Neuausrichtung des Geschäftsmodells haben und nur auf der Basis einer smarten ICT erfolgreich realisiert werden können.
 
 

Die Nutzung externer Services erhöht die Agilität

Setzten Unternehmen früher meistens auf den kompletten Eigenbetrieb der ICT, so wird es heute vor allem in KMU immer schwieriger, die komplexe Welt der ICT vollends inhouse zu managen. 
 
Hier kommt der hybride ICT-Betrieb ins Spiel: ein Mix aus Eigenbetrieb und der Inanspruchnahme von externen Services. Dabei verbleibt ein Teil der Daten und Anwendungen (vorab aus businesskritischen Bereichen) oftmals auf eigenen Rechnern und Speichern, während andere Services (wie z. B. aus den Bereichen CRM, Office, Collaboration, Communications, Social Media) von externen ICT-Dienstleistern bezogen werden. 
 
Mit dem Einsatz und der Nutzung externer Services ist es so auch KMU möglich, eine ICT zu managen, welche in der Lage ist, rasch auf Veränderungen an der Businessfront zu reagieren. Gerade die Public Cloud bietet den Vorteil skalierbarer und rasch implementierbarer Services zu nutzungsabhängigen Kosten. Diese Verlagerung des ICT-Betriebs zu externen Quellen hat auch direkten Einfluss auf die Ausgaben. 
 
Während die Gelder für Rechner und Datenhaltung im eigenen Hause kontinuierlich zurückgehen, legen die Ausgaben für Services externer Provider und Dienstleister zu. So haben 2021 die Spendings für die Nutzung und den Bezug externer Services um knapp 13 Prozent zugelegt, die Ausgaben für den rein internen ICT-Betrieb sind jedoch um rund 15 Prozent geschrumpft.
 
 

Paradigmenwechsel auch bei der ICT-Security

Die ICT-Sicherheit ist gemäss unseren Studien eines der Topthemen in den Unternehmen. Die Digitalisierung, hybride ICT-Umgebungen, Multi-Clouds, Homeoffice oder Internet of Things vergrössern die Angriffsflächen. Und mit den immer vielschichtiger werdenden Cyberattacken sind die Unternehmen täglich herausgefordert, ICT und Business in Eigenregie zu schützen. 
 
Bei vielen Verantwortlichen setzt sich aber zusehends die Erkenntnis durch, dass für die Umsetzung eines robusten Securitykonzeptes die Fachkräfte fehlen und das notwendige Expertenwissen nicht vorhanden ist, weshalb eine steigende Anzahl Unternehmen bevorzugt mit externen Dienstleistern zusammenarbeitet. Spezialisten ausserhalb des eigenen Hauses (Managed Security Service Provider) sind in der Lage, rasch, kompetent und agil auf sich ändernde Bedrohungslagen zu reagieren – und dies zu transparenten, planbaren Kosten und mit klar definierten Services. Der Paradigmenwechsel von intern zu extern findet nun auch bei der ICT-Sicherheit statt. 
 
Durch einen smarten Mix an ICT-Betriebsmodellen bleibt das Business agil und flexibel. Der eigene Betrieb intern wird nicht verschwinden, aber über kurz oder lang werden sich hybride ICT-Infrastrukturen durchsetzen. Die Zukunft ist hybrid.
 
 
 

Die Autorin

 

Corinne Jost ist Head of Marketing bei MSM Research AG
 
 

Dieser Beitrag erschien im topsoft Fachmagazin 22-2

 

 

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