Die Zahl digitaler Tools wächst seit Jahren – und mit ihr die Komplexität. Laut Bitkom hat inzwischen jedes zweite Unternehmen Schwierigkeiten, Digitalisierungsprojekte erfolgreich umzusetzen. Wildix beobachtet diese Entwicklung seit Langem über sein Partnernetzwerk und sieht für 2026 fünf klare Trends, die die Unternehmenskommunikation prägen werden.
1. Sprache gewinnt wieder an Bedeutung
Viele Digitalisierungsprojekte der letzten Jahre sollten vor allem Kosten senken. Das führte zu Portalen, Formularstrecken und Self‑Service‑Prozessen, die zwar effizient wirken, aber oft frustrieren. Ein einfacher Termin oder eine kurze Rückfrage dauert plötzlich länger als ein Anruf.
Mit KI‑gestützten Sprachsystemen kehrt die gesprochene Sprache zurück – als direkter, schneller Zugang, besonders in Bereichen mit hohem Informationsbedarf wie Gesundheitswesen, öffentliche Dienste oder regulierte Branchen. KI hilft, Abläufe zu verkürzen und Missverständnisse zu reduzieren.
2. Sicherheit wird zum Pflichtbestandteil von Sprachkommunikation
Je mehr Sprache genutzt wird, desto attraktiver wird sie für Angriffe. Synthetische Stimmen und täuschend echte Imitationen sind längst Realität. Unternehmen reagieren, indem sie Sicherheit fest in ihre Kommunikationsarchitektur integrieren.
Dazu gehören:
- stimm- oder verhaltensbasierte Erkennung
- Echtzeit‑Analyse verdächtiger Muster
- klare Richtlinien für sensible Informationen
- mehrstufige Authentifizierungsverfahren
„Secure by Design“ wird 2026 zum Auswahlkriterium – nicht nur zum Zusatz.
3. Kommunikation folgt den Arbeitsabläufen, nicht den Tools
Viele Unternehmen arbeiten heute mit einer Vielzahl einzelner Anwendungen für Telefonie, Chat, Meetings oder interne Abstimmungen. Das Ergebnis: Medienbrüche, Informationsverlust und unnötige Toolwechsel.
2026 setzt sich ein anderer Ansatz durch:
Kommunikation wird dort eingebettet, wo Arbeit entsteht.
Also direkt im:
- CRM
- Ticketsystem
- ERP
- branchenspezifischen Anwendungen
Partner von Wildix berichten, dass integrierte Kommunikationsabläufe die Bearbeitungszeit drastisch reduzieren. Ein Beispiel aus dem Gesundheitswesen zeigt, wie agentenbasierte KI Prozesse automatisiert, Dokumentation im Hintergrund startet und Rückrufe ohne zusätzlichen Klick erzeugt.
4. Vertrauen, Transparenz und Governance entscheiden über den Zuschlag
Unternehmen prüfen heute genau, wie und wo Kommunikationsdaten verarbeitet werden. Nicht aus theoretischen Sicherheitsbedenken, sondern aufgrund realer Vorfälle und neuer regulatorischer Vorgaben.
Wichtige Fragen sind:
- Wo steht das Rechenzentrum?
- Welche Daten verlassen die Organisation?
- Wie lässt sich ein Gesprächsverlauf revisionssicher dokumentieren?
- Welche KI‑Funktionen beeinflussen Entscheidungen?
Damit verschiebt sich der Fokus:
Nicht der Funktionsumfang entscheidet, sondern digitale Souveränität, Compliance und Auditierbarkeit.
5. Partner müssen Expertise liefern – nicht nur Tools
Der Markt wird komplexer, KI hält Einzug in zentrale Abläufe, und interne Teams können diese Dynamik kaum allein bewältigen. 2026 reicht es nicht mehr, Software zu verkaufen oder ein Produkt zu erklären.
Gefragt sind Partner, die:
- Prozesse analysieren
- Workflows modellieren
- KI‑Funktionen sinnvoll auswählen
- Risiken einschätzen
- Schnittstellen stabil integrieren
Kurz gesagt:
Wer nur Tools liefert, wird ersetzt.
Wer Komplexität übersetzt, bleibt.
Fazit
2026 bringt weniger neue Technologien, dafür aber klare Prioritäten:
- Sprache wird wieder wichtiger – KI macht sie effizienter.
- Sicherheit muss Schritt halten – Angriffe sind real.
- Kommunikation orientiert sich an Prozessen, nicht an Tools.
- Transparenz und Governance werden entscheidend.
- Partner entwickeln sich zu Workflow‑Architekten.
Für Unternehmen bedeutet das: Kommunikation wird operativer, intelligenter und sicherer – und sie rückt näher an die tatsächlichen Arbeitsabläufe heran.
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